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Orbetello: Glamping mit Flamingos

Von Heidi Hagemann


Toskanisches Hinterland, Strände und eine naturbelassene Düne: Auf dem Campingplatz in Orbetello in der Maremma herrscht in der Nachsaison gemütliches Treiben – Glamper sind hier in einem eigenen Dorf unter sich. Langweilig ist es dort jedoch keinesfalls.


Hamburg, 20. September 2016. Die Glamping-Inspektorin war in der Maremma unterwegs, auch bekannt als die wilde Seite der südlichen Toskana. Die Gegend gilt als Wander-, Bade und Radfahrparadies. Drei Landzungen bilden die Lagune von Orbetello. Das Naturschutzgebiet ist ein Gemisch aus Meer- und Süßwasser und bietet vielen Arten einen einzigartigen Lebensraum, zum Beispiel auch rosafarbenen Flamingos.

Mitten auf der Landzunge befindet sich der 3-Sterne-Campingplatz Village Orbetello. Gleich bei der Ankunft herrscht richtig viel Action, auf der zentralen Piazza ist die Kinderanimation angesagt: Willkommen mitten im Leben, in Bella Italia! Das Restaurant nebenan ist bis auf den letzten Platz besucht, zu den Stoßzeiten bildet sich eine kleine Warteschlange. Aber das spricht bestimmt für die Qualität der angebotenen Speisen, denkt sich die Glamping-Inspektorin. Auf der Karte stehen zum Beispiel Fischgerichte mit Meeresfrüchten und natürlich Pizza frisch aus dem Holzkohleofen.

Die Küche kann was, hier vergibt die Glamping-Inspektorin direkt fünf Punkte.


Wer auf den ganzen Rummel keine Lust hat, macht es sich vor seinem Glampingzelt bequem. Am Rande des Platzes gelegen, im 2013 eröffneten Lodge-Dorf und mit Blick auf die Lagune. Die Glamping-Inspektorin testet ein Safarizelt für vier Personen. Der große Wohnbereich hat eine komplett ausgestattete Küchenzeile.

Der erste Eindruck: Es wirkt praktisch und gesellig. Die Behausung verfügt über zwei Schlafkabinen, ein kleines Doppelzimmer und eine Kabine mit zwei Einzelbetten. Alles ist aus Holz, das eigene Badezimmer mit Duschkabine ist klein, aber fein und tiptop sauber.

Blick in den Himmel aus der Air-Lodge

Auf der Holzveranda gönnt sich die Glamping-Inspektorin mit ihren Kolleginnen erst mal ein gutes Glas Chianti Classico. Gemeinsames Glampen vor dem Zelt – das hat schon was. Nach der ersten Nacht schaut die Glamping-Inspektorin mal ganz neugierig bei den Nachbarn vorbei.

Nebenan, in einer so genannten Air Lodge, genießt eine Familie aus Baden-Württemberg den Blick auf die Lagune und hat den ersten Espresso in der kleinen Kitchenette angesetzt. „Wir haben uns schon gestern Abend darauf gefreut, das ist wirklich etwas Einzigartiges“, erklärt der Vater. Die zeltähnliche, zweigeschossige Konstruktion ist 30 Quadratmeter groß und für zwei Erwachsene mit maximal zwei Kindern ausgerichtet. Oben befindet sich ein Doppelbett, von dort kann man direkt in den Himmel schauen, wenn das Dach geöffnet ist. Unten ist eine Schlafkoje, dort nächtigen die beiden Kinder. Das Paar zieht ein positives Feedback: „Der Preis ist unschlagbar: Wir zahlen nur knapp 300 Euro für die ganze Woche. Es ist ja bereits Nebensaison und für uns sehr praktisch, dass die Sommerferien so spät sind dieses Jahr.“ Gebucht hat die Familie das Schnäppchen aber bereits ein Jahr im Voraus.

Übrigens: Wer gerne in einem altbewährten Lodge-Tent oder einer Lodge-Suite (mit Badewanne und Himmelbett) nächtigt, ist im älteren Glamping-Bereich des Camps richtig aufgehoben. Dort wurde damals noch nicht auf einen gewissen Mindestabstand geachtet und darin unterscheiden sich die beiden Areale. “Die 4-Personen-Zelte sind praktisch und erfüllen von der Einrichtung alle Bedürfnisse, die man für das gehobene Camping erwartet”, sagt Valerio Scarinci. Der 33-jährige Tourismus-Manager hat die Glamping-Entwicklung auf seinem Platz miterlebt. Man wisse die Erfahrungen und neuen Trends sehr zu schätzen, besonders, was die Privatsphäre und damit den Abstand zu den einzelnen Objekten betreffe.


Auf dem Camp gibt es auch eine tolle Wellness-Oase. Hier hatte ein Top-Architekt seine Finger im Spiel. Der Poolbereich wurde nachhaltig gestaltet und der natürlichen Umgebung angepasst.

“Unser ganzer Stolz”, sagt Scarini. Im Jacuzzi des geschmackvollen, mit Holzdielen ausgelegten Aussen-Spas genießt die Glamping-Inspektorin eine sprudelnde Rückenmassage. Sehr angenehm, zum Beispiel, wenn man von einer Radtour in der Umgebung zurück kommt und sich aktiv entspannen möchte.

Apropos Relaxen: Das geht natürlich auch ganz wunderbar an einem der schönen Badestrände: davon findet man rund um Orbetello mehr als genug und sie sind zu Fuß oder mit dem Rad sehr gut erreichbar. Gerade die Strände sind für viele Gäste ein Grund, ihre Ferien in Orbetello zu verbringen.

Wellness, Strand und Sport: Fünf Glamping-Punkte

Tipp: Wer gleich weiter auf den Monte Argentario radelt, genießt einen grandiosen Ausblick. Unten in Porto Santo Stefano kann man sich im Meer zu erfrischen oder abends durch die Gassen des Hafenstädtchens schlendern. Essen und Trinken kommen dort natürlich in einer der vielen Osterien auch nicht zu kurz.


Nützliche Links:

Buchen und Unterkunft: www.vacanceselect.com

Website Campingplatz: www.orbetellocampingvillage.it/de/

Website Kommune Orbetello: www.comune.orbetello.gr.it/


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